Freiwillige Feuerwehr Pierling
Gruppenfoto der FFW Pierling
Chronik
8. Juli 1875
Gründungsdatum der Pierling Feuerwehr1903
Vorstand Josef Schroll und Kommandant Joseph Reitmeier konnten 46 Mitglieder in der "Grundliste der Freiwilligen Feuerwehr Pierling" verzeichnen. Diese gliederten sich auf in acht "Steiger", 24 "Spritzenmänner", 6 "Ordnungsmänner", ein "Adjutant", ein "Signalist" und drei "Rottenführer".1908
Erste Fotoaufnahme der Pierlinger Wehr vor dem Schmiedanwesen in Frühling. Neben der Vorstandschaft im Vordergrund kann man links den Signalisten und in der zweiten Reihe die Steiger mit ihren Stahlhelmen erkennen. Die Aufnahme zeigt auch eine eigene Standarte. Zu dieser Zeit dürfte zur Unterbringung der Löschmaschine und der weiteren Gerätschaften in Frühling bereits ein Feuerwehrhaus bestanden haben. Wann dieses errichtet wurde, ist leider unbekannt.
Erste Fotoaufnahme der Pierlinger Wehr
1913
Unter dem Vorstand Georg Austermayer lag die Mitgliederzahl bei 60 Personen. Allerdings konnten 30 Mitglieder wohl aus Altersgründen nicht mehr zu den aktiven Feuerwehrmännern gezählt werden.1920 - 1945
Nach den turbulenten Zeiten des ersten Weltkrieges, ging es im Nationalsozialismus mit den Feuerwehren wieder bergauf. Kurze Notizen über Feuerwehrübungen in Pierling berichten über "Apelle" und "Exerzierübungen". Die Wehr war streng militärisch organisiert. Fotos zeugen von einem Maschinistenlehrgang 1942 an der Landesfeuerwehrschule in Regensburg. Daran nahmen Matthäus Hausschmid und Alfons Danner teil.
Maschinistenlehrgang 1942
1946
Pierling modernisierte sich mit einer Motorspritze, die auf einem Pumpanhänger von einem Traktor gezogen werden konnte.1958
Ein neues hölzernes Feuerwehrhaus wurde gegenüber dem Vorgängerbau in Frühling errichtet, da dieses von einem Sturm 1954 zerstört wurde.1963
Für die Feuerwehr wurde ein Ford Transit mit Magirus Tragkraftspritze angeschafft. Nach dem Großbrand des Gasthauses Selbertinger in Oberweißenkirchen 1962 erkannte man, dass eine wirkungsvolle Brandbekämpfung nur mit geeignetem Gerät möglich ist.1975
Das 100jährige Gründungsfest wurde im Gasthaus Selbertinger mit der Weihe einer neuen Vereinsstandarte gefeiert.1978
Durch die Gebietsreform wurde die Pierlinger Gemeinde geteilt, Kirchberg, Ober- und Unterweißenkirchen kamen zur Gemeinde Palling, der Rest zur Stadt Traunreut. Eine Trennung der Feuerwehr kam nicht zustande, sie wurde vollständig von der Stadt übernommen.1983
Da zu dem Aufgabenfeld der Feuerwehren immer mehr die technischen Einsätze kamen, war es nötig die Gerätschaften zu erneuern und ein zur Größe der Wehr passendes Feuerwehrhaus zu errichten. So wurde mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses mit neuem Standort Pierling begonnen.1984
Für sein langjähriges Wirken in der Feuerwehr wurde Georg Gallinger zum Ehrenvorstand ernannt. Im Rahmen der Ausweitung wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug, ein TSF Mercedes, angeschafft. Da das Gebäude noch nicht fertig war, wurde es in der LKW-Garage in Oberweißenkirchen beim Schuhbeck Ludwig untergebracht.1985
Einweihung des fertiggestellten Feuerwehrgerätehauses mit Segnung des neuen Feuerwehrfahrzeuges TSF - Mercedes. Außerdem wurde der eigenständige Feuerwehrverein Pierling gegründet. Dieser widmete sich besonders den an der Feuerwehr interessierten Jugendlichen und den geselligen Aufgaben.1993
Anschaffung einer Motorspritze TS 8/8 Iveco Fire 10001996
Auf Anfrage motivierter junger Männer gründete der neue Kommandant Gerhard Freutsmiedl die erste eigene Jugendgruppe.1997
Unter dem Kommandanten Gerhard Freutsmiedl, dem Vorstand Markus Theuschl und der tatkräftigen Unterstützung vieler Bürger der ehemaligen Gemeinde Pierling konnte der Anbau eines Schulungsraums an das bestehenden Gebäude verwirklicht werden. Diese wurde mit Zentralheizung und Sanitärräume ausgestattet.1998
Der Schulungsraum wurde eingeweiht. Ankauf von Atemschutzgeräten. Diese ermöglichen es der Feuerwehr Pierling auch bei kleineren Wohnungsbränden, bei denen oft gefährlichen Dämpfe freigesetzt wurde, wirksam zu helfen.1999
Die ersten Frauen treten der Jugendgruppe bei. Diese Offenheit bereichert den aktiven Dienst der Feuerwehr bis zum heutigen Tag.
Jugendgruppe 1999 mit den ersten Kameradinnen